Rechner
Speichergrößen-Rechner
Geben Sie Tagesverbrauch, Grundlast und Modulleistung ein. Sie erhalten die nutzbare und die nominale Kapazität als Richtwert.
Kurz gesagt
Als Faustregel gilt etwa 1 kWh Speicher je 400 bis 600 Wp Modulleistung. Für die Nachtgrundlast eines Haushalts reichen oft 1 bis 2 kWh. Größer lohnt sich nur, wenn die Module den Speicher auch füllen.
Speichergröße schätzen
Richtwert: Nutzbare Kapazität
Richtwert: Nominale Kapazität
Richtwert: Handelsübliche Stufe
- Nachtverbrauch
- 1,20 kWh
- Tagesüberschuss an Modulstrom
- 0,70 kWh
- Entladeleistung mindestens
- 150 W
- Faustregel der Hersteller
- 1,3 bis 2,0 kWh
Die Module liefern weniger Überschuss, als Sie nachts brauchen. Mehr Kapazität würde in dieser Jahreszeit nicht voll.
Rechenweg: Nachtverbrauch = Grundlast mal Stunden. Tagesüberschuss = Modulleistung mal Tagesertrag der Jahreszeit (Süd, 30 Grad: Sommer 4,0, Frühjahr und Herbst 2,5, Winter 0,8 kWh je kWp) minus die Hälfte des Tagesverbrauchs, der direkt genutzt wird. Nominal = nutzbar geteilt durch Entladetiefe 0,9 und Wirkungsgrad 0,9. Die Stufen 1,0 bis 4,0 kWh sind übliche Größen am Markt.
Alle Werte sind Richtwerte. Quellen: typische Herstellerangaben zu Entladetiefe und Wirkungsgrad, Ertragsannahmen in der Größenordnung von PVGIS und DWD-Einstrahlung.
- 1Direktverbrauch: Der Solarstrom, der gleich im Haushalt gebraucht wird.
- 2Überschuss: Mittags liefern die Module mehr, als läuft. Ohne Speicher geht dieser Teil ins Netz.
- 3Speicherladung: Mit Speicher wird derselbe Überschuss in die Batterie geladen.
- 4Speicherentladung: Abends deckt die Batterie den Verbrauch, bis sie leer ist.
Durchgezogene Linie: Verbrauch. Gestrichelte Linie: Solarertrag. Beispielhafter Sommertag, keine Messung.
Annahmen im Überblick
| Jahreszeit | Tagesertrag je kWp | Bedeutung |
|---|---|---|
| Sommer | 4,0 kWh | Hier füllt sich ein Speicher meist voll. |
| Frühjahr oder Herbst | 2,5 kWh | Der Speicher füllt sich an klaren Tagen. |
| Winter | 0,8 kWh | Ein großer Speicher bleibt oft leer. |
| Größe | Wert |
|---|---|
| Entladetiefe | 0,9 |
| Wirkungsgrad | 0,9 |
| Direkt genutzter Tagesverbrauch | 50 % des Tagesverbrauchs |
| Entladeleistung | mindestens das 1,5-Fache der Grundlast |
- 1Modul: Liefert Gleichstrom (DC).
- 2Laderegler (MPPT): Beim DC-Speicher lädt er die Batterie direkt aus den Modulen.
- 3Speicher: Die Batterie. Beim AC-Speicher hängt sie samt eigenem Wechselrichter am Hausnetz.
- 4Wechselrichter: Macht aus Gleichstrom Wechselstrom (AC) fürs Hausnetz.
- 5Hausnetz: DC-Systeme speisen über einen Wechselrichter ein, AC-Systeme laden und entladen über das Netz.
Groß oder klein?
Ein größerer Speicher ist nicht automatisch besser: Was er im Sommer nicht füllen kann, bleibt ungenutzt, und im Winter bleibt er meist leer. Wer seine Grundlast nachts decken will, kommt oft mit 1 bis 2 kWh aus. Die Faustregel der Hersteller liegt bei etwa 1 kWh Speicher je 400 bis 600 Wp Modulleistung.
Bei der Kopplung unterscheiden sich die Systeme: Ein DC-gekoppelter Speicher hängt zwischen Modulen und Wechselrichter, ein AC-gekoppelter lässt sich ans Hausnetz nachrüsten. Die Ausgangsleistung des Speichers muss zur Grundlast passen und in Deutschland die Grenze von 800 VA für den Wechselrichter beachten.