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Anleitung

OpenDTU einrichten: Mikrowechselrichter lokal auslesen

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OpenDTU ist ein Open-Source-Projekt, das Daten bestimmter Mikrowechselrichter ohne Herstellercloud ausliest. Es richtet sich an Leser, die gern selbst basteln und ihre Daten im eigenen Netz behalten wollen. Diese Seite erklärt den Ablauf von der Hardware über die Firmware bis zur Anzeige im Browser und sagt, wann der Weg über die Hersteller-App einfacher und sinnvoller ist. Die Projektdokumentation ist die verbindliche Quelle, Details ändern sich mit Versionen.

Was OpenDTU ist und was es nicht ist

OpenDTU ist ein Datenübertragungs-Programm (DTU), das auf einem ESP32 läuft. Es spricht per Funk mit kompatiblen Wechselrichtern und stellt die Werte über eine Weboberfläche, per MQTT oder als Schnittstelle für Smart-Home-Systeme bereit. Nach Kenntnisstand unterstützt es vor allem Mikrowechselrichter von Hoymiles. Ob Ihr Modell dazugehört, steht in der Projektdokumentation. Für Wechselrichter anderer Hersteller, etwa Deye oder APsystems, gibt es eigene Lösungen oder gar keine.

OpenDTU ersetzt weder den Wechselrichter noch dessen Schutzfunktionen. Es liest vor allem Werte aus und kann je nach Version einige Einstellungen ändern, zum Beispiel eine Leistungsbegrenzung. Änderungen an Netz- und Schutzparametern sind heikel und gehören nicht in Laienhand.

Was Sie dafür brauchen

Welches Funkmodul zu Ihrem Wechselrichter passt, unterscheidet sich je nach Modellreihe. Prüfen Sie das vor dem Kauf in der Dokumentation. Wählen Sie nur Teile von seriösen Händlern und lassen Sie Bastelarbeiten mit Netzspannung bleiben. Die DTU wird über USB mit Kleinspannung versorgt.

  • einen ESP32-Mikrocontroller, zum Beispiel als fertiges Entwicklungsboard
  • ein passendes Funkmodul für Ihren Wechselrichter, laut Projektdokumentation je nach Modellreihe unterschiedlich
  • Kabel und Stromversorgung für den ESP32, meist per USB
  • einen Computer zum Flashen der Firmware und Zugang zu Ihrem WLAN
  • die Seriennummer des Wechselrichters, sie steht auf dem Typenschild oder in der App

Hinweis:Arbeiten Sie nur an der Kleinspannungsseite des ESP32. Öffnen Sie den Wechselrichter nicht, und greifen Sie nicht in die Hausinstallation ein.

Ablauf der Einrichtung

Der Wechselrichter muss Strom haben, also bei Tageslicht arbeiten. Nachts melden die Geräte keine Daten, das ist normal. Das vergleichbare Verfahren für die Hersteller-App steht in Wechselrichter mit App und WLAN einrichten.

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    Hardware nach Anleitung verdrahten, also ESP32 und Funkmodul verbinden.

  2. 2

    Firmware aus der Projektdokumentation herunterladen oder über den dort beschriebenen Web-Installer auf den ESP32 flashen.

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    ESP32 starten. Er öffnet zunächst ein eigenes WLAN (Access Point). Verbinden Sie sich damit und rufen Sie die Weboberfläche auf. Zugangsdaten stehen in der Dokumentation.

  4. 4

    In den Einstellungen Ihr Heimnetz und das Passwort eintragen und speichern.

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    ESP32 im Heimnetz aufrufen. Die Adresse zeigt der Router, oder Sie nutzen den Gerätenamen.

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    Wechselrichter über die Seriennummer hinzufügen und Typ auswählen.

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    Nach einigen Minuten bei Sonne die Werte prüfen. Funkt der Wechselrichter nicht, den Abstand verringern.

Daten nutzen: Weboberfläche, MQTT, Smart Home

Die Weboberfläche zeigt Leistung, Spannung, Strom, Temperatur und Tagesertrag je Eingang. Wer mehr will, nutzt MQTT, ein Nachrichtenprotokoll für Smart-Home-Systeme. So lassen sich die Daten in Home Assistant, ioBroker oder Grafana einbinden. Das ist optional und setzt eigene Infrastruktur voraus, etwa einen MQTT-Broker.

Mit den Werten erkennen Sie Verschattung, Verschmutzung oder Ausfälle früher. Interpretation und Maßnahmen beschreiben Verschattung vermeiden und Balkonkraftwerk bringt zu wenig Ertrag.

Wann der Hersteller-Weg einfacher ist

Die Hersteller-App genügt, wenn Sie nur Leistung und Tagesertrag sehen wollen. Sie ist in wenigen Minuten eingerichtet, wird gepflegt und hat Support. OpenDTU lohnt sich eher, wenn Sie Wert auf lokale Daten legen, kein Cloud-Konto wollen oder die Werte in ein Smart-Home-System einspeisen möchten. Bei Problemen mit der Herstellerverbindung hilft Wechselrichter verbindet sich nicht.

Welche Geräte überhaupt in Frage kommen, hängt vom Wechselrichter ab. Eine Übersicht bietet der Mikrowechselrichter-Ratgeber. Prüfen Sie vor dem Kauf, ob ein Modell lokale Schnittstellen oder offene Dokumentation bietet.

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Sicherheit, Garantie und Datenschutz

Ein Eingriff in die Datenkommunikation kann die Garantiebedingungen des Herstellers berühren. Lesen Sie die Bedingungen, bevor Sie eine alternative DTU nutzen. Ändern Sie keine Schutzparameter und keine Netzcodes. Die Einspeisegrenze von 800 VA ist gesetzlich vorgegeben (Solarpaket I, 2024), prüfen Sie den aktuellen Stand und beachten Sie: Das ist keine Rechtsberatung.

Aus Datenschutzsicht hat die lokale Variante Vorteile, weil Daten Ihr Heimnetz nicht verlassen müssen. Sichern Sie die Weboberfläche mit einem Passwort, und machen Sie sie nicht ohne Schutz im Internet erreichbar. Halten Sie Firmware und Einstellungen aktuell.

Häufige Fragen

Funktioniert OpenDTU mit jedem Wechselrichter? Nein. Es unterstützt nach Kenntnisstand ausgewählte Modelle, vor allem von Hoymiles. Prüfen Sie die aktuelle Liste in der Projektdokumentation.

Brauche ich Programmierkenntnisse? Nicht unbedingt. Das Flashen und Konfigurieren folgt einer Anleitung. Grundkenntnisse bei Netzwerk und Elektronik helfen.

Läuft der Wechselrichter weiter, wenn OpenDTU ausfällt? Ja, die Einspeisung ist unabhängig. Es fehlen nur die Daten.

Ist OpenDTU erlaubt? Das Auslesen von Daten ist grundsätzlich unkritisch. Rechtliche Details prüfen Sie selbst, das ist keine Rechtsberatung.

Was Sie dafür brauchen