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Anleitung

Solarmodule am Balkon reinigen

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Staub, Pollen, Laub und Vogelkot mindern den Ertrag, besonders bei flach montierten Modulen. Senkrecht hängende Module reinigt der Regen meist von selbst. Diese Seite erklärt, wann sich das Reinigen lohnt, welche Mittel infrage kommen, wie Sie dabei sicher bleiben und was Sie lieber lassen. Für Ihr Modul sind die Pflegehinweise des Herstellers maßgeblich.

Muss man Solarmodule überhaupt reinigen?

In vielen Fällen nicht. Geneigte Module werden von Regen weitgehend sauber gespült, besonders ab etwa 15 Grad Neigung. Bei flacher Montage, in staubiger Umgebung, bei Bäumen mit Harz oder bei Vogelkot bleibt jedoch Schmutz zurück. Punktuelle Verschmutzung wirkt wie ein kleiner Schatten und kann die Leistung stärker mindern, als die Fläche vermuten lässt, siehe Verschattung vermeiden.

Ein guter Anlass zur Reinigung ist ein auffälliger Ertragsrückgang bei sonst unveränderten Bedingungen. Ein Blick in die App zeigt, ob die Leistung gegenüber ähnlichen Tagen sinkt. Weitere Ursachen für wenig Ertrag finden Sie in Balkonkraftwerk bringt zu wenig Ertrag.

Der richtige Zeitpunkt

Reinigen Sie, wenn die Module kühl und nicht in direkter Sonne sind, also morgens, abends oder bei bedecktem Himmel. Auf heißem Glas verdunstet Wasser schnell und hinterlässt Kalkflecken. Außerdem können Temperaturschocks entstehen, wenn kaltes Wasser auf heißes Glas trifft.

Planen Sie die Reinigung zudem außerhalb von Frost und Sturm. Bei Eis sollten Sie keine Module abkratzen. Im Frühjahr nach der Pollenzeit und im Herbst nach dem Laubfall sind sinnvolle Zeitpunkte.

Geeignete Mittel und Werkzeuge

Für die meisten Fälle reicht wenig. Teure Spezialprodukte brauchen Sie in der Regel nicht.

Verwenden Sie keine Scheuermittel, Scheuerschwämme, Stahlwolle, Lösungsmittel oder aggressive Reiniger. Sie können die Beschichtung des Glases oder die Rahmen angreifen. Auch Hochdruckreiniger sind ungeeignet, weil sie Dichtungen und Beschichtungen beschädigen können. Bei flexiblen Modulen mit Folienoberfläche besonders vorsichtig sein, siehe Flexible Solarmodule.

  • klares, möglichst weiches Wasser (kalkarm vermeidet Flecken)
  • weicher Schwamm, Mikrofasertuch oder weiche Bürste
  • Teleskopstiel mit weicher Bürste, wenn Sie nicht überall herankommen
  • bei fettigem Schmutz ein paar Tropfen mildes Spülmittel im Wasser
  • Abzieher mit weichem Gummi zum Nachziehen

Ablauf der Reinigung

Gehen Sie ruhig und der Reihe nach vor. Hektik und Kraft sind beim Reinigen von Solarglas unnötig, ein weicher Ablauf schont Glas, Rahmen und Dichtungen. Planen Sie etwa zehn bis zwanzig Minuten ein.

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    Prüfen Sie, ob die Module sicher befestigt sind, und die Halterung nicht wackelt.

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    Entfernen Sie groben Schmutz wie Laub mit der Hand oder einer weichen Bürste.

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    Spülen Sie die Fläche mit klarem Wasser ab.

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    Reiben Sie hartnäckige Stellen sanft mit Schwamm und mildem Spülwasser, ohne zu kratzen.

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    Spülen Sie nach, damit keine Seifenreste bleiben.

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    Ziehen Sie das Wasser mit einem weichen Gummiabzieher ab oder lassen Sie es abtropfen.

Hinweis:Ob Sie die Module vor der Reinigung vom Netz trennen, hängt vom Hersteller ab. Halten Sie Wasser von Steckverbindungen und dem Wechselrichter fern. Wenn Sie unsicher sind, ziehen Sie den AC-Stecker.

Sicherheit am Geländer

Das Reinigen am Balkon birgt ein Absturzrisiko, besonders ab dem ersten Obergeschoss. Beugen Sie sich nie über das Geländer hinaus. Nutzen Sie einen Teleskopstiel, damit Sie fest auf dem Balkon stehen. Lassen Sie keine Leiter an Geländer lehnen, und reinigen Sie nicht bei Wind, Regen oder Glätte.

Achten Sie auch auf Personen unter dem Balkon. Herabtropfendes Wasser oder fallende Gegenstände können Passanten treffen. Kündigen Sie die Reinigung gegebenenfalls Nachbarn an. Für Dächer gilt: Arbeiten in der Höhe ohne Absturzsicherung sind gefährlich, beauftragen Sie hier eine Fachfirma, siehe Aufstellung auf Flachdach.

Wie oft reinigen?

Eine feste Regel gibt es nicht. Für geneigte Module genügt häufig eine Sichtprüfung im Frühjahr und Herbst, gereinigt wird bei Bedarf. In staubiger Umgebung, nahe Straßen oder Feldern, unter Bäumen oder bei flacher Montage kann es öfter nötig sein. Ein auffälliger Rückgang in der App ist ein besserer Maßstab als ein Kalender, siehe Wechselrichter-App einrichten.

Bei Kalk im Leitungswasser hilft es, mit entkalktem oder Regenwasser nachzuspülen. Zahlen Sie keinen Aufpreis für spezielle Reinigungsmittel, wenn klares Wasser reicht.

Hartnäckiger Schmutz und Flecken

Vogelkot, Baumharz und eingetrockneter Blütenstaub lassen sich oft nicht sofort abspülen. Weichen Sie die Stelle mit einem feuchten Tuch einige Minuten ein und wischen Sie sie danach ohne Druck ab. Kratzen Sie nie mit Fingernägeln, Spachteln oder Messern, denn Kratzer im Glas bleiben und können die Lichtdurchlässigkeit dauerhaft mindern.

Kalkränder entstehen, wenn hartes Wasser auf dem Glas antrocknet. Spülen Sie am Ende mit Regenwasser oder entkalktem Wasser nach, dann bleiben weniger Spuren. Essig- oder Zitronenreiniger sind für Rahmen und Dichtungen nicht immer geeignet, fragen Sie im Zweifel den Hersteller, bevor Sie sie einsetzen. Bei flexiblen Modulen mit weicher Oberfläche gilt: noch mehr Vorsicht, am besten nur Wasser und weiches Tuch.

Häufige Fragen

Darf ich Solarmodule mit dem Gartenschlauch abspritzen? Ja, mit normalem Wasserdruck und ohne direkten Strahl auf Steckverbindungen. Hochdruck vermeiden Sie besser.

Reinigt Regen die Module genug? Bei geneigten Modulen meist ja. Hartnäckiger Schmutz wie Vogelkot oder Harz bleibt dagegen oft haften.

Kann ich Schnee mit einem Besen entfernen? Nur mit sehr weichen Hilfsmitteln und ohne Kratzen. Mehr dazu in Balkonkraftwerk im Winter.

Verliere ich die Garantie, wenn ich falsch reinige? Schäden durch ungeeignete Reiniger oder Hochdruck können die Garantie gefährden. Beachten Sie die Pflegehinweise des Herstellers.

Was Sie dafür brauchen